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01.11.2011 :: Abwasser

Kein Ende und trotzdem alles gut ....?

Verschiedene Ereignisse/Einschätzungen/Stellungnahmen/politische Veränderungen veranlassen uns, zum aktuellen Stand der Abwassersituation in den Landgemeinden des Verbandsgebietes des VVGG Stellung zu nehmen.
Wir rufen Geschehenes wieder in Erinnerung und bewerten. Daraus soll sich Wegweisung für die Zukunft begründen, denn noch hält sich der bisher von den Akteuren angerichtete Schaden in Grenzen.
Zur vollumfänglichen Darstellung der Sachverhalte werden wir in mehreren Folgen veröffentlichen.

Über 20 Jahre nach der „Wende“ ist die Frage, wie mit Abwasser im Verbandsgebiet des VVGG umzugehen sei, scheinbar geklärt. Jedoch führten und führen bei den so Betroffenen die Auslegungen von Gesetzesvorgaben bzw. deren Anwendung durch die handelnden Verantwortlichen zu Unruhe, Unzufriedenheit bis hin zu Resignation…

Geschuldet ist dies zweifelsfrei einer undurchsichtigen ( nicht transparenten ) Gemengelage auch von Interessen maßgeblich Beteiligter (VVGG, OEWA, KWW), aber auch dem Hoffen von Betroffenen, dass es schon nicht so kommen bzw. sich von selbst erledigen werde.

Noch vor 5 Jahren war an eine zentrale Abwasserbeseitigung im Verbandsgebiet als solidarische Lösung auch für die Landgemeinden gedacht worden. Das damalige Abwasserbeseitigungskonzept (ABK) war klar darauf ausgerichtet. Allerdings realisierte man bis dato hauptsächlich Maßnahmen in den städtischen Siedlungsgebieten.

Dann erfolgte ein Paradigmenwechsel und nach umfangreichen Planungen und Kostenvergleichsrechnungen wurde das ABK des Verbandes dahingehend geändert, dass die Landbevölkerung sich nun selbst um die biologische Abwasserbehandlung kümmern sollte. Die Abkehr vom Solidarprinzip wurde mit den hohen Kosten begründet.

Dass Informationsversammlungen für die Bevölkerung zu regelrechten Verkaufsveranstaltungen für biologische Kleinklärtechnik verkamen, war dem Verband nicht unlieb und er bot organisatorisch jede Hilfestellung an.

Es stellte sich jedoch bei näherer Betrachtung in den zuerst betroffenen Ortschaften heraus, dass Bürger eine andere Herangehensweise vertraten. Diese entsprach nicht den Intentionen des VVGG. Somit zeigte sich vielerorts, dass es vielschichtigere günstigere Varianten in kleineren Solidargemeinschaften gibt, anders als alle bisherigen Lösungsansätze des Verbandes.

Nach Auflagen des Verbandes oder der Wasserbehörde zur Umstellung der eigenen Anlagen auf Vollbiologie hatten sich die so Betroffenen mit der Problematik zu beschäftigen. Sie begannen, sich teilweise zu organisieren. Diese Auflagen indes bedeuteten für die Betroffenen gleichzeitig den Ausschluss aus der Solidargemeinschaft des Verbandes. Es ergaben sich hohe Eigenkosten für den Bau und den Betrieb der notwendigen Anlagen. Eigentlich war aber dafür der Verband errichtet worden. Er ist vom Gesetzgeber dazu verpflichtet worden, immerhin verbunden mit sehr vielen Rechten zur Finanzierung von wirtschaftlichen Lösungen.

Im Rahmen der Daseinsvorsorge hat die Kommune / der Verband die gesetzliche Pflicht zur Abwasserbeseitigung des häuslichen Abwassers!

Sowohl in den 90er Jahren als auch vor fünf Jahren wurden für die Planung von Lösungen auch im ländlichen Raum nicht unerhebliche Summen ausgegeben. Diese umfangreichen Planungen führten zur Erstellung völlig gegensätzlicher ABK`s. Zwischenzeitlich stellt sich im Regelfall aber heraus, dass es wirtschaftlichere Lösungen als die bis dato vom Verband verfolgten gibt.

Es kann nicht Aufgabe der Bürger sein, dies dem Verband im einzelnen nachzuweisen.

Die Pflicht des VVGG zur Abwasserbeseitigung beinhaltet auch das Planen und Realisieren von wirtschaftlichen Lösungen.

Kontakt

BINL e.V.
Christian Hagmaier
Buchheim
Untere Dorfstraße 15
04651 Bad Lausick

Büro: (034345) 23581
kontakt@bi-buchheim.de


Dokumente

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