300 300 300 300 300

30.06.2009 :: Abwasser

Haben „Berufene Bürger“ nur Alibifunktion?

Vor ca. einem halben Jahr hat sich auf öffentlichen Druck hin der VVGG bequemt, 9 von 84 Orten im Verbandsgebiet einer Untersuchung zu unterziehen. Von allen in Frage kommenden Möglichkeiten zur Abwasserbehandlung sollte die wirtschaftlichste Lösung gefunden werden. Um den Untersuchungsergebnissen eine gewisse Seriosität zu geben und deren Akzeptanz bei den Bürgern zu erreichen, rekrutierte der VVGG aus Vorschlägen der Teilnehmer einer Versammlung die sog. „Berufenen Bürger“. Eine Zusammenarbeit mit dem VVGG war denkbar und ein gewisses Grundvertrauen in die Lauterkeit der Verbandsabsichten war bei manchen Bürgern erkennbar.

Mittlerweile hat der Verband/OEWA die meisten Ergebnisse in den jeweiligen Einwohnerversammlungen vorgestellt. Lässt man einige unwichtige Nuancen außer Betracht, kommt der VVGG bei allen Ortschaften zu gleichen Ergebnissen: Abwasserbehandlung soll auf privater Basis betrieben werden. Fachlich qualifizierte und damit berechtigte Einlassungen „Berufener Bürger“ wurden ignoriert.
Es kommt hinzu, dass die Mahnungen „Berufener Bürger“, was die soziale Sprengkraft der vom Verband verfolgten Abwasserpolitik angeht, völlig unbeachtet blieben.

Damit konterkariert der VVGG die vielfältigen Anstrengungen der „großen“ Politik den fatalen Auswirkungen des demographischen Wandels besonders auf dem Lande zu begegnen. Es zeugt von großem Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Mitbürgern und einem hohen Maß an Zivilcourage, wenn die „Berufenen Bürger“ jetzt der Verbandsführung (u. a.) die rote Karte zeigen.

Die Bürger fordern weiterhin, die Abwasserbehandlung gemäß der gesetzlichen Pflicht als kommunale Aufgabe und auf der Basis der Solidargemeinschaft zu realisieren.

Schreiben an SMUL vom 23.06.2009

Kontakt

BINL e.V.
Christian Hagmaier
Buchheim
Untere Dorfstraße 15
04651 Bad Lausick

Büro: (034345) 23581
kontakt@bi-buchheim.de


Dokumente

pdf Aufnahmeantrag
pdf Satzung