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Die Landwirtschaft und ihre Entwicklung nach 1945 in Buchheim bis 1989

Natürliche Standortbedingungen:
Buchheim liegt am Südostrand der sächsisch-thüringischen Tieflandsbucht. Die Oberflächengestaltung ist leicht wellig mit einzelnen Porphyrkuppen. Die mittlere Höhenlage liegt bei 165 m über NN. Die vorherrschende Bodenart ist Lehm-Löß mit einer Bodenwertzahl von durchschnittlich 43 (24-54). Die mittleren Niederschläge liegen etwa bei 600 mm/Jahr. Sie fallen im Februar minimal und Juni/Juli maximal.

Die landwirtschaftliche Nutzfläche von Buchheim beträgt ca. 440 Hektar.

Nach Ende des 2. Weltkrieges gab es in Buchheim etwa 34 landwirtschaftliche Betriebe. Der größte Gutshof hatte ca. 65 Hektar. Die übrigen Höfe hatten eine Größe zwischen 5 und 20 Hektar. Dazu kamen ca. 6 Nebenerwerbsbetriebe mit einer Fläche von 0,5 bis 2,0 Hektar.

Im Jahr 1952 wurde der größte Betrieb von ca. 65 Hektar devastiert und treuhänderisch bewirtschaftet. Wegen Nichterfüllung des Ablieferungssolls musste der Besitzer den Hof verlassen.

1953 bildete sich aus diesem Betrieb mit 3 anderen zum Teil wirtschaftsschwachen Höfen die erste landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft „Aufbau Typ III“ in Buchheim.

Bis zum Jahr 1961 wurde das Dorf Buchheim durch den Druck der Partei der SED mit dem Motto „sozialistischer Frühling“ vollgenossenschaftlich bewirtschaftet.

Es gab eine Genossenschaft „Typ III Aufbau“ und eine Genossenschaft „Typ I Justus von Liebig“.

Der Unterschied zwischen Typ I und Typ III war die Art der Bewirtschaftung. In der Genossenschaft „Typ I“ wurden nur die Feldarbeiten genossenschaftlich durchgeführt und die Erlöse aus der Viehwirtschaft rechnete jeder Betrieb für sich selbst ab. In der Genossenschaft „Typ III“ wurden alle Arbeiten im Feldbau und der Viehwirtschaft genossenschaftlich verrichtet und alle Erlöse gingen in die Genossenschaft. Die Vergütung erfolgte über geleistete Arbeitseinheiten an jedes Genossenschaftsmitglied.

Im Zeitraum 1979 bis 1980 schlossen sich die Genossenschaften Buchheim, Ebersbach, Bad Lausick, Ballendorf, Nauenhain und Thierbaum zu einer Genossenschaft mit ca. 3.000 Hektar zusammen.

Es entstanden große Feldeinheiten und die Viehwirtschaft wurde zum Teil in neuen, großen Stallanlagen betrieben. Es entwickelten sich daraus die kooperativen Produktionseinheiten Tierproduktion und Pflanzenproduktion mit eigenen Reparatur- und Baubetrieben.

Nach 1989 lösten sich die Genossenschaften auf. Es bildeten sich Agrargenossenschaften und selbstständige Wiedereinrichter zu selbstständigen Landwirten. In Buchheim verpachteten die Landeigentümer ihre Flächen an die neu entstandene Agrar-G.m.b.H Bad Lausick-Ballendorf. Selbstständig bäuerliche Einzelbetriebe entstanden nicht wieder.

Siegfried Naumann
- Ortsvorsteher -

Kontakt

BINL e.V.
Christian Hagmaier
Buchheim
Untere Dorfstraße 15
04651 Bad Lausick

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