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Das Dorf

Buchheim liegt als Reihendorf westlich des weitläufigen Naherholungsgebietes „Colditzer Forst“. In einem angenehm wirkenden Landschaftsraum folgt die Bebauung in einer Talmulde dem „Heinersdorfer Bach“. Dieser wurde früher von zwei Mühlen genutzt, um die Wasserenergie zu verwerten. Als Straßendorf ist aufgrund heutiger Verkehrslage und vergangener politischer Umwälzungen von der einstigen Idylle nur wenig übrig geblieben.

Buchheim feierte 1984 sein 600jähriges Bestehen, die Siedlung selbst scheint jedoch wesentlich früher aus „wilder Wurzel“ entstanden zu sein. Bereits im 12. Jahrhundert siedelten landlose Bauern aus Mainfranken in der Region. In den vergangenen 100 Jahren wechselte die Zahl der Einwohner von über 400 bis knapp 600 Personen. Heute liegt die Einwohnerzahl etwas unter 500.

Buchheim war nach der „Wende“ selbständige Gemeinde und ist seit 1994 mit der Eingemeindung ein Ortsteil von Bad Lausick. Seitdem ist die Ortsverfassung eingeführt. Bürgermeister war bis 1994 Lothar Mühler. Von 1994 bis 1999 versah Arno Heibutzki als Ortsvorsteher die Amtsgeschäfte. 1999 wurde Siegfried Naumann als Ortsvorsteher gewählt und hat dieses Amt bis heute inne. Der Ortschaftsrat besteht derzeit aus 7 Mitgliedern und tagt im „Küchenmeister-Haus“, dem ehemaligen Pfarrhaus.

KüchenmeisterBuchheimer KircheEhemaliges Pfarrhaus mit KircheJugendherberge Buchheim

Buchheim hat seine politische Selbständigkeit nahezu ganz verloren (es hängt am „Tropf“ der Kurstadt Bad Lausick). Glücklicherweise verfügt die Gemeinde jedoch noch über wichtige infrastrukturelle Einrichtungen:

  • So ist die Dorfkirche mit ihrem umgebenden Friedhof und dem nahe gelegenen ehemaligen Pfarrhaus nicht nur optischer Ortsmittelpunkt. Trotz schwieriger Zeit, besonders in den vergangenen Jahrzehnten, werden heute noch Gottesdienste und alle notwendigen Kasualien durchgeführt.
  • Ein Glücksfall für Buchheim ist die einzige noch bewirtschaftete Gaststätte. Hier finden die wöchentlichen Singabende der Chöre statt, Vereinsversammlungen, „Frühjahrs- und Herbstvergnügen“ sowie Schlachtfeste. Die Gaststätte ist somit ein wichtiges Kommunikationszentrum und fördert das soziale Zusammenleben.
  • Seit alters her lebte man im Dorf nach dem Prinzip der Selbstversorgung. Im ehemaligen Chausseehaus bzw. Zöllnerhaus betreibt Familie Meißner seit über 40 Jahren eine Bäckerei. Die Backwaren werden nicht nur in Buchheim, sondern auch in der Region sehr geschätzt.
  • Ein wichtiges Strukturelement bildet die » Jugendherberge Buchheim. 1928 eingeweiht, war sie über bewegte Zeiten hinweg Herbergsbetrieb, Wehrertüchtigungslager, Erholungsheim, Bezirksjugendschule für FDJ- Funktionäre. Schließlich wurde die Jugendherberge 1995 zur modernsten Jugendherberge Sachsens umgebaut. Heute versucht man sich in der Profilbildung „ Natur/Mobilität“. Bei 14000 bis 15000 Übernachtungen/Jahr werden 7 Arbeitskräfte beschäftigt.

Buchheim verfügt über vielfältige » betriebliche Potentiale, die nicht nur Beschäftigung auslösen. Der größte Arbeitgeber ist die Firma Marco Pfaff, Fahrzeugbau, wo ca. 35 Personen angestellt sind. Das Unternehmen ist nicht nur bundesweit ein Begriff unter der Klientel der Schausteller, sondern ebenso im angrenzenden europäischen Ausland. Allseits schätzt man die Kreativität, Zuverlässigkeit und solide Handwerksarbeit der Buchheimer.

Buchheim wird in seinem sozialen Gefüge durch die vielfältige Arbeit seiner » Vereine und Gruppen geprägt. Wie in zahlreichen anderen Vereinen der Republik gilt auch in Buchheim die Hauptsorge dem fehlenden Nachwuchs. Traditionelles scheint ausgedient zu haben. Die nachlassende Bereitschaft, sich in bzw. an eine(r) Gemeinschaft zu binden, ist auch in Buchheim festzustellen. Andere Formen sozialer Verflechtung müssen offenbar gefunden werden.
Verstärkt werden diese Tendenzen durch hohe Mobilität und die anhaltende Abwanderung junger Menschen wegen fehlender Perspektiven in Punkto Ausbildung und Arbeitsplatz.

Buchheim liegt an der Peripherie der Messestadt Leipzig. Die internationalen Kontakte, das Großstadtflair und die weltbekannte, reiche Tradition dieser einzigartigen Wiege deutschen Kulturguts wird in Zukunft weiter auf die Region ausstrahlen. Bereits heute wirken sich folgende Entwicklungen auf die Wohnqualität aus:

  • Schnelle Zugverbindung nach Leipzig und Chemnitz (ca. 20 Min. von Bad Lausick) Damit gibt es den Anschluss an ein größeres Arbeitsplatzangebot, aber auch eine unmittelbare Nähe zu hochkarätigen kulturellen „Highlights“.
  • In jeweils 20 Minuten werden wichtige Autobahnverbindungen zur A 38, A72 und A14 erreicht, ohne dass die Ortslage Buchheim von den negativen Auswirkungen der Autobahnen beeinträchtigt wäre.
  • Hohe Attraktivität des Landschaftsraumes durch nahe gelegenen „Colditzer Forst“. Zudem lassen die in den folgenden Jahren zu Ende gefluteten Tagebaue eine touristisch außerordentlich interessante Freizeitregion entstehen, das » „Neuseenland“.
  • Mit großen Erwartungen darf man die politischen und bürgerschaftlichen Anstrengungen verbinden, in naher Zukunft einen Landschaftspark „Muldenland“ zu schaffen.

Kontakt

BINL e.V.
Christian Hagmaier
Buchheim
Untere Dorfstraße 15
04651 Bad Lausick

Büro: (034345) 23581
kontakt@bi-buchheim.de


Dokumente

pdf Aufnahmeantrag
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